Über den Künstler
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„Die farbenprächtigen Bilder des Künstlers Dietrich Maus (Jahrgang 1942) sind das Ergebnis seiner ganz besonderen „frakturalen“ Arbeitsmethode. Aus Destruktion wird Konstruktion. Aus Altem entsteht Neues. Ausgangspunkt des Malprozesses bei Maus sind die eigenen Gemälde aus Beständen der letzten 25 Jahre, die der in Wuppertal lebende und arbeitende Künstler durch Übermalung „zerstört“. Seiner bildnerischen Theorie zufolge greift er damit konsequent die veränderte Wahrnehmung in unserer Zeit auf. Nur Bruchstücke, Segmente – gleichzeitig und nebeneinander – bleiben demzufolge haften.

In seinen großformatigen Gemälden treffen durch die Übermalung vorhandener Bildgründe –unter Aussparung von ausgewählten, später gemalten Bildfragmenten mittels Schablonen – zwei Bildebenen aufeinander. Das Resultat ist eine dynamische Synthese, ein räumliches Wechselspiel der figurativen Versatzstücke und Ebenen, ein neues Gefüge voller Spannung. Von elementarer Wichtigkeit ist für Maus die Farbe. Nicht „Bildergeschichten“, sondern „schöne Bilder“ durch Farbe drängt es ihn zu machen. Seine Kunst – „ein Zitat aus dem Vorherigen“ mit gegenwärtiger existenzieller Bedeutung.”
Übernommen mit freundlicher Genehmigung der Autorin Annette Arhelger, Wuppertal

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