Über die Ausstellung
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"Für ihre Arbeitsreihe 'in Richtung' fotografierte Nicole Aders Menschen unterwegs, in Zügen, S- und Straßenbahnen, Bussen, U-Bahnen. Gelegentlich wurde sie dabei ertappt, wie sie Mitreisende ablichtete, was nur selten mit Wohlwollen aufgenommen wurde, ganz gleich in welchem Teil der Erde; nicht selten zog sie den Zorn der Portraitierten auf sich, obwohl oder weil sie nur beobachtete, nur mit der Kamera einen versonnenen, nachdenklichen oder konzentrierten Augenblick eines Reisenden festhielt. Auch in den Künstlerportraits von Nicole Aders gibt es kaum Posen, kaum einer setzt sich 'in Szene', inszeniert sich selbst für die Aufnahme. (...).

Holger Bär hat es da wesentlich leichter. Seine Portraits stammen in den späten 80er und 90er Jahren - anfangs noch von Hand Punkt für Punkt auf die Leinwand getupft - aus den Medien, sprich dem Fernsehen. (...). Wie bei dem impressionistischen Pointillisten Paul Seurat verfremdet er seine anfängliche Imitation der Bildschirmpixel als Abbild und abstrahiert es zugleich. Längst hat sich der Maler von der Fleißarbeit des handgeführten Pinsels entfernt und setzt computergesteuerte Maschinen ein, die die digitalen Bildvorlagen auf die Leinwand übertragen" (Christian Sabisch im Begleitkatalog).

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