Über die Ausstellung
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Obwohl viele politische Grenzen gefallen sind und Orte wieder erreichbar wurden, die Jahrzehnte lang unzugänglich waren, so viele Grenzen sind neu entstanden, oft unsichtbar; ohne Schlagbäume, dafür im Denken und Verhalten. Seit die Grenzen offen sind, entstand das Problem der 'Migranten', derer, die sich bewegen, aber dort, wo sie auftauchen, unerwünscht sind. Die Offenheit der Grenzen zieht eine Grenzenlosigkeit nach sich, die diejenigen, die sich in der Welt bewegen müssen, ortlos werden läßt. Die Freiheit der Bewegung wird von der Heimatlosigkeit des Nomaden der 'globalisierten' Welt aufgezehrt.
Das erfahren ganz besonders Künstler, die lebens- und arbeitsbedingt 'unterwegs' sind.
Wie steht es also mit der Erfahrung von Grenzen? Ihrer Überschreitung, ihrer Unüberschreitbarkeit? Was macht eine Grenze aus?
Zehn bildende Künstler aus vier Ländern fanden sich im September 1998 zusammen, um mit ihren Mitteln, gemeinsam und jeder für sich, über diese Problematik nachzudenken und ihre Erfahrungen zu gestalten. Der Philosoph Andreas Steffens begleitete das Projekt und steuerte eine Text-Collage mit Reflexionen zum Thema bei: >Hier und Da, auch Unterwegs. Mitbringsel vom kleinen Gedanken-Grenzverkehr oder Allerlei Zweideutigkeiten<.
Die Ausstellung präsentiert die Ergebnisse einer mehr als einjährigen Arbeit. Es erscheint ein umfangreicher Katalog.

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